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Firmennews | 12.01.2020 - 21:00 Uhr
So vermeiden Sie Scheinselbstständigkeit – als Freiberufler

  • Risiken und Konsequenzen
  • Arbeitnehmerähnliche Selbstständige
  • Befreiung von der Rentenversicherungspflicht
  • Merkmale der Selbstständigkeit
  • Statusklärung
So vermeiden Sie Scheinselbstständigkeit – als Freiberufler und als Unternehmer

Geschätzt gibt es in Deutschland eine Million Scheinselbstständige. Scheinselbstständigkeit ist rechtswidrig, sie gilt als eine Art der Schwarzarbeit. So viel vorab. Für einen Unternehmer, der bestimmte Tätigkeiten von einem Freiberufler oder Selbstständigen ausführen lässt, birgt Scheinselbstständigkeit ein höheres Risiko als für den Auftragnehmer. Denn dem Unternehmer drohen bei festgestellter Scheinselbstständigkeit hohe Nachzahlungen und Bußgelder, zum Beispiel für entgangene Lohnsteuer und Sozialbeiträge. Der (schein)selbstständige Auftragnehmer hingegen wird nur in Ausnahmefällen von den Behörden belangt. Daher ist es wichtig, dass Sie vor allem als Unternehmer wissen, wie Sie Scheinselbstständigkeit verhindern können.

Informieren Sie sich über Scheinselbstständigkeit ob eine Scheinselbstständigkeit vorliegt, das heißt, ob ein „selbstständiger“ Auftragnehmer de facto als regulär Beschäftigter mit allen dazugehörigen Rechten, Pflichten und gesetzlichen Abgaben eingestuft werden müsste – das ist meist nicht so einfach festzustellen. Die CeevVoy informiert Sie darüber, worauf Sie achten müssen und macht Ihnen deutlich, wie schnell Sie in die Verlegenheit einer Scheinselbstständigkeit kommen können.

Scheinselbstständigkeit ist nicht immer klar zu bestimmen
Ein klares Raster, anhand dessen man Fälle von Scheinselbstständigkeit eindeutig identifizieren kann, gibt es leider nicht. Die Statusbestimmung ist immer eine Ermessenfrage. Je mehr Kriterien erfüllt sind, desto klarer kann die Einordnung erfolgen.

Typische Anzeichen für eine Scheinselbstständigkeit sind:
  • Persönliche Abhängigkeit
  • Weisungsgebundenheit hinsichtlich Ort, Zeit und Inhalt bzw. Organisation der Tätigkeit
  • Ausübung der Tätigkeit gleichbleibend an einem bestimmten Ort
  • Feste Bezüge
  • Überstundenvergütung
  • Fortzahlung der Bezüge im Krankheitsfall
  • Urlaubsanspruch oder Anspruch auf sonstige Sozialleistungen
  • Fehlendes Unternehmerrisiko und Unternehmerinitiative
  • Fehlender Kapitaleinsatz
  • Keine Pflicht zur Beschaffung von Arbeitsmitteln
  • Notwendigkeit der engen ständigen Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern
  • Eingliederung in den Betrieb
  • Geschuldet wird die Arbeitskraft, nicht aber ein Arbeitserfolg.

So erkennen Sie Scheinselbstständigkeit
Des Weiteren bekommt man anhand von auf die Person bezogenen Kriterien Klarheit über den Status Scheinselbstständigkeit. Liegen mindestens drei der folgenden fünf Kriterien vor, wird eine Scheinselbstständigkeit vermutet:

  • Die Person (Freiberufler, Selbstständiger) beschäftigt selbst regelmäßig keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer.
  • Die Person ist auf Dauer nur für einen Auftragnehmer tätig bzw. mindestens 5/6 seines Umsatzes werden durch diesen Auftraggeber generiert.
  • Der Auftraggeber der Person lässt ähnliche Tätigkeiten regelmäßig durch von ihm (sozialversicherungspflichtig) beschäftigte Arbeitnehmer ausführen. (In diesem Fall spricht es allerdings wieder gegen eine Scheinselbstständigkeit, wenn die Person ihre Arbeiten nicht im Unternehmen des Auftraggebers erbringt).
  • Die Tätigkeit der Person zeigt keine Merkmale unternehmerischen Handelns. (In diesem Fall spricht es wiederum gegen eine Scheinselbstständigkeit, wenn die Person ihre Preise frei gestaltet, Angebote erstellt, über ihre Arbeitszeiten frei bestimmen kann und eigenes Marketing betreibt).
  • Die Person hat eine ähnliche Tätigkeit für denselben Auftraggeber zuvor im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses ausgeübt.
Scheinselbstständig oder nicht - CeeVoy gibt die Antwort(!)




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Ruven Brandes